Gebr. Waasner Elektrotechnische Fabrik GmbH

Gebr. Waasner GmbH konsolidiert ihre Backup und Storage-Umgebung mit Produkten der sayFUSE-Reihe und SEP sesam

Die Gebr. Waasner Elektrotechnische Fabrik GmbH ist ein Traditionsunternehmen, das seit mehr als sechs Jahrzehnten Kernbleche herstellt und zu den weltweiten Marktführern in diesem Bereich zählt. Wie in vielen Firmen wurde mit dem Wachstum der Produktion und Verwaltung sukzessive auch die EDV-Systeme erweitert – was zu einer bunten IT Landschaft aus verschiedenen Insellösungen führte, die das EDV-Team ständig auf den Beinen hielt: Jede Applikation lief auf einem eigenen Server mit eigenem Betriebssystem und eigener Datensicherung, ein zentrales Management der einzelnen Bereiche und Standorte war nicht möglich, die eingesetzte Technologie zum Teil veraltet und damit heutigen Ansprüchen nicht mehr gewachsen.
Die Geburtsstunde der Gebr. Waasner Elektrotechnische Fabrik GmbH war 1946, als die Brüder Kurt und Bruno Waasner im fränkischen Schlüsselfeld die Elektromechanischen Werkstätten für die Produktion von Kernbleche für Transformatoren und Elektromotoren gründeten. Bereits sechs Jahre später zog das Unternehmen aus Platzgründen nach Forchheim in den direkten Einzugsbereich von Nürnberg und wuchs über die folgenden Jahre hin auf ca. 350 Mitarbeiter und zwei hochmoderne Produktionsstätten (Forchheim Nord und Forchheim Süd) an. Das Unternehmen zählt weltweit zu den Marktführern in seinem Bereich.

Einen nicht unerheblichen Teil des Umsatzes steckt Waasner in die kontinuierliche Modernisierung der Anlagen und die zukunftsweisende Produktion und Forschung. Dazu zählt auch die IT, mit der das Unternehmen viele Prozesse digitalisiert und dadurch effizienter organisiert hat. Das betrifft nicht nur die Verwaltung von Kunden-, Partner- und Mitarbeiterdaten, sondern auch die computergestützte Entwicklung und Produktion neuer Produkte vom Entwurf bis zur Marktreife. Durch den Einsatz modernster Logistik- und Hochregal-Lagersysteme, unterstützt durch speziell dafür entwickelte Computerprogramme, gewährleistet Waasner minimale Lieferzeiten und ein Optimum an Produktionssicherheit. Die Services für die Kunden umfassen neben einer individuellen Beratung auch die computergestützte Berechnung bei der Entwicklung und Konstruktion neuer Transformatoren-Generationen.

Mit sayFUSE Backup in Verbindung mit SEP sesam konnten wir im Rahmen der Modernisierung und Konsolidierung unserer IT-Infrastruktur auch unsere Datensicherung auf den neuesten Stand bringen. Die hohe Performance der sayFUSE Backup Hardware ermöglicht es uns, auch eventuelle nötige Rücksicherungen von Daten in schnellstmöglicher Zeit zu realisieren

Werner Weimann, IT-Leiter

Risiko Systemausfall und Datenverlust

Ein Ausfall der IT-Systeme oder der Verlust von Daten hätte für die Gebr. Waasner GmbH weit reichende Konsequenzen. Das sind zunächst die direkten Umsatzeinbußen, die durch einen Stillstand der Produktion oder der Kommunikation mit Kunden und Partnern resultieren. Waasner könnte schlimmstenfalls sogar regresspflichtig werden, etwa wenn aufgrund eines Ausfalls Lieferzeiten nicht eingehalten werden können: zu den Abnehmern der Produkte wie Kernblechen und Steckkernblechen, Trafo-Blechstreifen, Schnitt- und Ringbandkernen, Stator- und Rotorblechen, Spaltbändern und Bauelementen für Elektromotoren zählen unter anderem internationale Konzerne aus der Automobilbranche, dem Maschinenbau und anderen Industriebereichen, bei denen auch nur ein Tag Produktionsstillstand aufgrund fehlender Bauteile einer Katastrophe gleichkäme.

Auch die Wiederherstellung der Systeme und/oder Daten verursacht Kosten, etwa für den IT-Dienstleister, wenn seine Hilfe für das Recovery oder Restore benötigt wird oder defekte Teile ersetzt werden müssen. Auch die Personalkosten können steigen, wenn verlorene Adressen oder technische Details zu den Produkten händisch wieder eingegeben werden müssen – falls eine Rekonstruktion der gesamten Daten überhaupt möglich ist. Ist dies nicht der Fall, können die Konsequenzen noch viel weit reichender sein.

Die Schäden, die aus einem Ausfall oder Datenverlust resultieren, lassen sich aber nicht nur in harten Zahlen ausdrücken: Der Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern kann die Beziehungen langfristig stören, und wenn der Vorfall publik wird, kommt ein Imageschaden in der Öffentlichkeit hinzu.

Bei Wassner ist man sich dieser Problematik bewusst und hat frühzeitig Maßnahmen unternommen, um das Risiko für einen Ausfall oder Datenverlust auf ein Minimum zu reduzieren. Gemeinsam mit dem Erlanger Systemhaus SPS Informationstechnologie GmbH wurde ein Konzept zur Konsolidierung der gesamten IT entwickelt. Die Ziele dabei waren:

  • Zentrales Storage für Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit der Systeme
  • Zentrales Backup für effiziente Datensicherung und eine schnelle Rückspeicherung
  • Virtualisierung der Server zur Reduzierung von Kosten und Aufwand

Von der Insel-Lösung zur zentralen Kommandobrücke

„Unsere ‚Patchwork-IT‘ war einfach nicht mehr zeitgemäß um unseren Anwendern zuverlässige und benutzerfreundliche IT-Services zur Verfügung zu stellen. Die nötige Sicherheit für Systeme und Daten war nicht zu gewährleisten“, erzählt Werner Weimann, IT-Leiter bei der Gebr. Waasner GmbH. „Gemeinsam mit dem Team von SPS Informationstechnologie haben wir ein Konzept erarbeitet, welches die gesamte IT konsolidiert und im letzten halben Jahr umgesetzt. Mit Lösungen von sayTEC Solutions, SEP AG und HP wurde eine Storage- und Backup-Umgebung geschaffen, die Hochsicherheit und maximale Datenverfügbarkeit garantiert. Den finanziellen, administrativen und räumlichen Aufwand für die eingesetzten Applikationen konnten wir durch Server-Virtualisierung auf ein Minimum reduzieren, und dank der Skalierbarkeit der Systeme ist die IT-Umgebung zukunftsfähig und kann problemlos mit uns mitwachsen.“

Die neue IT-Infrastruktur basiert auf virtualisierten Applikationsservern, einem dedizierten Speichernetz zur Gewährleistung der Hochverfügbarkeit der Systeme, zentralem festplattenbasiertem Backup sowie der Umstellung auf ein aktuelles Betriebssystem mit neuer Active Directory Struktur und der Installation aktueller Versionen der Applikationen.

Im zentralen Rechenzentrum im Verwaltungssitz der Gebr. Waasner GmbH wurden mehr als 25 einzelne Applikationsserver mit jeweils eigener Hardware per Server-Virtualisierung mit VM-Ware auf nur drei hochperformanten HP Server konsolidiert – eine enorme Ersparnis in Punkto Kosten, Platz, Wartungsaufwand und Stromverbrauch und somit auch ein wichtiger Beitrag für die Green-IT geschaffen.

Das Beste aus zwei Backup-Welten

Für die Zentralisierung der Datensicherung entschied sich Waasner für sayFUSE Backup von sayTEC mit der SEP sesam Backup und Recovery Software. Diese vollautomatische Komplettlösung für die gesamte IT-Infrastruktur übernimmt die automatisierten Prozesse für die Datensicherung, Restore und Archivierung.  Die Speicherhardware und der Backup-Server sowie das Medien-Management werden ebenfalls von der SEP sesam Backupsoftware gesteuert.  Das System nutzt als Backupmedien Festplatten der neuesten Generation.

„Viele Unternehmen nutzen Tape-Technologie für ihre Datensicherung, weil Bänder ganz einfach entnommen und damit kritische Daten ausgelagert und archiviert werden können. Herkömmliche Disk Backup Systeme bieten diese Möglichkeit nicht und verbrauchen dazu noch deutlich mehr Energie“, erklärt Paul Pohlmann, Vertriebsbeauftragter bei SPS Informationstechnologie. „Andererseits sind festplattenbasierte Backup-Lösungen schneller, preisgünstiger, zuverlässiger und technologisch zukunftssicherer als Band-Systeme. Die für Tapes typischen Verzögerungen durch Spulen, Starten und Stoppen und der mechanische Verschleiß der Schreib-/Leseköpfe treten nicht auf, und auch die Notwendigkeit, Reinigungsbänder zyklisch zu fahren, entfällt. Das verringert langfristig die Haltungskosten für die Backuplösung und sorgt für eine bessere Performance und größere Zuverlässigkeit. Mit sayFUSE Backup konnten wir Waasner ein System liefern, das das Beste aus beiden Welten in einer Lösung vereint“.

sayFUSE Backup verwendet als Backup-Medien SATA II oder SAS Festplatten, die wie Tapes behandelt und für eine revisionssichere Auslagerung entnommen werden können. Das nur 180 x 425 x 675 mm große System fasst in der Basiseinheit 12 SATA II/SAS Festplatten mit jeweils 2 Terabyte (bei SATAII) Speicherkapazität und kann durch ein Modul auf 24 Plätze erweitert werden. Auch ein Mischbetrieb mit beiden Festplattenformaten ist möglich. Waasner hat sich für 12 SATA II Festplatten mit jeweils zwei Terabyte Speicherkapazität entschieden – bei einem derzeitigen Backupvolumen von ca. 5 Terabyte ist hier also noch viel Raum für Wachstum, ohne dass auf neue Systeme und neue Technologien umgestellt werden muss. Die Kosten bleiben  für das wachsende Unternehmen Waasner so auch langfristig im Rahmen. Da sayFUSE Backup bis zu 12 Sicherungen parallel durchführen kann und die Festplatten nach erfolgter Datensicherung automatisch abgeschaltet werden, hält sich auch der Stromverbrauch in Grenzen. Auch diese Technologie ist ein weiterer Beitrag zur Green IT.

Als Backup Software-Lösung wird die Open Source basierte Datensicherungslösung SEP Sesam eingesetzt, die als OEM-Lösung mit sayFUSE Backup gebundelt ist. Bei Waasner kommt die Standard Server Lizenz für Windows mit der Erweiterung um 25 Backup Clients zum Einsatz. Für die Sicherung der Applikationen wurden die SEP sesam Datenbankmodule  für Microsoft Exchange und neun SQL Server erweitert. SEP sesam ist Open Source und hat die Software-Module, die den Multiplex Datenstrom und das Aufzeichnungsformat steuern unter Open Source GPL v2 gestellt. Damit hat der Anwender die Möglichkeit stets über seine Daten zu verfügen. Je nach Anforderung werden die Software-Module so konfiguriert, dass eine optimale Lösung entsteht. Insbesondere die vielen Hot-Backup Datenbank-  und Groupware-Module garantieren eine kontinuierliche Datensicherung und kurze Restorezeiten. Snap-Shot-Technologien für VMware werden ebenfalls unterstützt, so dass auch sehr große Datenmengen schnell gesichert und wiederhergestellt werden können.

Eine Herausforderung war das Sichern der virtualisierten Server, denn es erfordert eine klare Abbildung der virtuellen Infrastruktur und der vorhandenen virtuellen Gastsysteme. Dies wurde gelöst durch die spezielle ESX Client Backup-Erweiterung von SEP sesam, die den Zugriff auf einzelne Dateien der derzeit 25 gesicherten virtuellen Server und die Wiederherstellung der kompletten virtuellen Maschine auf Image- und weiteren Levels unterstützt. Zudem ist ein Bare System Recovery von physischen auf virtuelle, von virtuellen auf physische und von virtuellen auf virtuelle Systeme möglich. Damit kann Waasner auch für virtualisierte, unternehmenskritische Anwendungen maximale Sicherheit und Verfügbarkeit gewährleisten.

Fazit

Die Konsolidierung und Erneuerung der IT-Infrastruktur der Gebr. Waasner GmbH ist abgeschlossen und hat das Unternehmen in Sachen Systemverfügbarkeit und Datensicherheit einen großen Schritt weitergebracht:

  • Die aktuellen Versionen der Applikationen laufen stabiler und performanter als die bis dato eingesetzte und teilweise veraltete Software.
  • Da die Hardware für die Applikationsserver per Virtualisierung von über 25 Rechnern auf nur mehr drei verringert werden konnte, gibt es insgesamt viel weniger Fehlerquellen im Netzwerk. Redundanz sorgt für zusätzliche Ausfallsicherheit.
  • Mit der Kombination von sayFUSE Backup und SEP sesam für die Datensicherung ist die Gebr. Waasner GmbH aktuell und zukünftig optimal vor Datenverlust und den daraus resultierenden finanziellen Einbußen und Imageschäden geschützt.

Mit dieser Investition konnte auch ein wichtiger Beitrag zur Green IT realisiert werden.